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Beschäftigen Sie Ihre Haushaltshilfe legal!

Beschäftigen Sie Ihre Haushaltshilfe legal!

Unbeschränkte Arbeit in Deutschland für Haushaltshilfen aus Osteuropa – es ist möglich!

 

Sie haben verschiedene Namen und kommen aus verschiedenen Ländern. Sie sehen anders aus und haben ganz andere Charaktere. So kann man im Großen und Ganzen die Haushaltshilfen, die derzeit in Deutschland arbeiten, darstellen. Jeden Tag Frauen aus Polen, Slowakei oder Rumänien putzen Ihre Wohnungen, waschen, und vor allem betreuen ältere Menschen rund um die Uhr. Obwohl sie legal beschäftigt werden sollen, entscheiden sich noch viele Familien für Schwarzarbeit – so sagen die zahlreichen Statistiken. Wie kann man aber solche Hilfe legal beschäftigen und deswegen die Schwarzarbeit vermeiden? Welche Vorschriften gelten in diesem Fall?

Rechtsänderungen

Es ist zu beachten, dass von ein paar Jahren können Sie die Haushaltshilfen aus allen EU – Staaten legal beschäftigen werden, besonders, dass nun man sogar Frauen aus Rumänien und Bulgarien (also nicht nur aus 8 neue Mitglieder wie Polen und Tschechien oder Slowakei) ohne spezielle Arbeitsgenehmigung der Arbeitsagentur. Für alle diese Länder gilt so genannte Freizügigkeit und deshalb können Sie sie ohne Probleme anstellen. Man kann das als eine große Vereinfachung betrachten, aber auch als den nächsten Schritt für höhere Anzahl  von legal Beschäftigten in dieser Branche. Nie bevor war der ganze Prozess so unkompliziert und unbürokratisch wie jetzt!

Wissen Sie, dass Sie drei verschiedene Möglichkeiten der Beschäftigung einer Haushaltshilfe haben? Sie können sich für sozialversicherungspflichtige Festbeschäftigung entscheiden, aber auch für so genannte Mini –Job oder Midi – Job. Ihre zukünftige Haushaltshilfe kann ebenfalls als Selbständige austreten. Die Entscheidung hängt meistens von Ihren Bedürfnissen oder finanziellen Möglichkeiten. Beachten Sie bitte, dass Beschäftigung von Haushaltshilfen aus Weißrussland, Russland, Ukraine oder andere Ländern, die nicht EU – Staaten sind, mit Arbeitsgenehmigung der Agentur noch verbunden  ist.

Welche Pflichten hat der Arbeitgeber?

Für viele Familien beginnen die Probleme und Schwierigkeiten genau in diesem Punkt. Der Arbeitgeber hat natürlich irgendwelche Pflichten. Im Fall von Beschäftigung der Haushaltshilfe  handelt es sich um Abführung von Beiträgen zur Sozialversicherung, Unfallversicherung oder Lohnfortzahlung während Krankheit. Außerdem sollen die Arbeitgeber geltenden Mindestlohn beachten, d.h. mindestens 8,50 Euro pro Stunde zahlen (die Mindeststundensatz unterscheidet sich  in alten und neuen Bundesländern). Es ist auch zu beachten, dass die Aufgaben der Haushaltshilfe keine Pflegetätigkeiten umfassen, eventuell nur leichte Pflegetätigkeiten. Der Rest gehört zu den Aufgaben des Pflegedienstes oder anderer Pflegeperson.

Beschäftigen Sie eine Haushaltshilfe nicht legal, riskieren Sie ganz viel, weil die Strafen, u.a. Geldstrafen, sehr hoch und streng sein können. Darüber hinaus kommt ein Strafverfahren und die Nachzahlung  der Sozialgeben in  Betracht. Bevor Sie sich für eine Festbeschäftigung entscheiden, denken Sie danach, ob eine stabile und längerfristige Betreuung nötig ist.

Viele wählen die Leistungen von Vermittlerfirmen, die Hilfskräfte aus Osteuropa nach Deutschland entsenden. Es kann eine gute Alternative sein – ist eine Haushaltshilfe krank oder muss sie unerwartet zur Heimat zurückkommen, müssen Sie nicht sich selbst um Ersatz kümmern.

Andere Familien entscheiden sich für selbständige Haushaltshilfen. Achten Sie bitte in diesem Fall, weil viele von diesen Hilfen nur scheinselbständig sind. Die selbständige Haushaltshilfe sollte selbst Art, Zeit, Ort und Ausführung der Arbeit bestimmen, was nach Meinung vieler Behörden nicht ganz möglich in dieser Branche ist.

Beachten Sie bitte, dass solche Situationen, wenn Sie z.B. jemanden für Minijob nur auf Papier beschäftigen und zahlen dieser Person viel mehr, ist ebenfalls verboten und wird als illegale Handlungsweise betrachtet.


Recht und Vorschriften – worauf soll Arbeitgeber achten?

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Möchten Sie eine Haushaltshilfe aus EU – Staaten festbeschäftigen, muss einen Arbeitsvertrag geschlossen werden. Die versicherungspflichtige Vollzeitbeschäftigung ist aber für bis drei Jahre möglich. Natürlich können auch mehrere Arbeitsverträge mit verschiedenen Haushaltshilfen pro Haushaltabgeschlossen werden, aber jeder nur für drei Monate.

Im Arbeitsvertrag sollen Sie die Arbeitszeit (nicht mehr als 38,5 Stunden pro Woche), den Urlaub, die Kündigungsfrist (ca. ein Monat), dass Bruttolohn, aber auch alle Aufgaben bestimmen.

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Es ist zu beachten, dass das Bruttolohn im Arbeitsvertrag sehr genau bestimmt werden muss. Man muss auch die Arbeits- und Lohnbedingungen des einschlägigen Tarifvertrags beachten.

  1. Tätigkeiten und Aufgaben

Die Haushaltshilfe darf keine pflegerischen Tätigkeiten ausüben, eventuell nur leichte Pflegetätigkeiten wie Hilfe beim Gehen, Essen, An- und Ausziehen oder Hilfe bei der Körperhygiene. Sie kann aber keine Verbände wechseln oder Medikamente verbreichen – das gehört zu den Aufgaben des Pflegedienstes. Ihre Haushaltshilfe soll verantwortlich für die Arbeiten im Haushalt sein.

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Bevor Arbeitsantritt sollte die Haushaltshilfe durch den Arbeitgeber beim Einwohnermeldeamt angemeldet werden. Er soll auch einen Antrag auf die Betriebsnummer beim Betriebsnummern – Service stellen und eine Lohnsteuerkarte für Haushaltshilfe beim Finanzamt erledigen.

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Die in Deutschland arbeitenden ausländischen Hilfskräfte müssen während der Beschäftigung krank-, renten- , sozial- und arbeitslosenversichert werden. Die Beiträge (ca. 40% des Bruttolohns) tragen Arbeitgeber und Arbeitnehmer hälftig.

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Neben der obligatorischen Sozialversicherung gibt es ebenfalls die Unfallversicherungspflicht. Die Haushaltshilfe muss innerhalb einer Woche nach Arbeitsaufnahme durch den Arbeitgeber in der gesetzlichen Unfallversicherung angemeldet werden. Die Beiträge müssen auch durch den Arbeitgeber in voller Höhe übergenommen werden.

  1. Unterkunft und Verpflegung

Die Kosten der freien Verpflegung und Unterkunft gehören zum Arbeitslohn. Sie sollen aufgrund der amtlichen Sachbezugsverordnung berechnet werden, es gibt auch die bestimmte monatliche Quote für freie Kost und Logis. Beachten Sie bitte darauf und machen Sie sich damit bekannt bevor Ihre Haushaltshilfe die Arbeit im Haushalt beginnt.

Steuern – wie sehen sie aus?

Wir glauben daran, dass Sie Ihre Haushaltshilfe 100% legal beschäftigen möchten. Deshalb sollen Sie sofort nachdenken, welche Beschäftigungsform für Sie geeignet ist. Davon hängt jedoch die Höhe der Sozialabgaben und die Summe ab, um die die Steuerlast gesenkt werden kann. Machen Sie sich bekannt mit folgenden Beschäftigungsmöglichkeiten:

Beschäftigen Sie Ihre Haushaltshilfe geringfügig, bedeutet das, dass sie Mini – Job ausübt. Das Arbeitsgehalt kann nicht höher als 450 Euro pro Monat sein und die ausübten Tätigkeiten können nur haushaltsnahe Arbeiten wie Waschen, Bügeln, Putzen oder Kinderbetreuung und Gartenarbeit umfassen. Der Arbeitgeber soll aber natürlich seine Haushaltshilfe bei der Deutschen Rentenversicherung anmelden, d.h. bei der Minijob – Zentrale. Von dieser Zentrale erhalten Sie auch einen Haushaltsscheck – wenden Sie sich schriftlich, per Telefon oder per Internet. Dann senden Sie bitte das ausgefüllte Formular, das durch Sie und Ihre Haushaltshilfe unterschrieben werden soll, zurück. Die weitere Tätigkeiten gehören zu den Aufgaben der Behörde. Sie als Arbeitgeber bekommen am Jahresende eine Bescheinigung (automatisch von der Minijob – Zentrale) über die geleisteten Zahlungen. Sie können damit Ihre Ausgaben steuermindernd geltend machen. Beachten Sie aber, dass die maximale abziehbare Quote 20% der Kosten (höchstens 510 Euro pro Jahr) beträgt. Der Abzug erfolgt direkt von der Steuerschuld.

Brauchen Sie mehr Leistungen der Haushaltshilfe, sollen Sie diefeste Anstellung überlegen. Wenn Ihre Haushaltshilfe verdient aber mehr als 450 Euro, aber weniger als 850 Euro pro Monat handelt es sich hier um so genannte Midi – Job. Dabei tragen die Arbeitgeber und Arbeitnehmer die reduzierten Sozialabgaben zur Hälfte.

Die Steuern müssen durch den Arbeitgeber vom Bruttogehalt abgerechnet und dann ans Finanzamt abgeführt werden. Eine gute Information für Sie – die Aufwendungen für Haushaltstätigkeiten und Pflegeleistungen sind steuerlich begünstigt.

Die Aufwendungen einer sozialversicherungspflichtig angestellten Haushaltshilfe werden direkt von der Steuerschuld abgezogen. Der Arbeitgeber kann 20 Prozent seiner Aufwendungen von bis zu 20 000 Euro abschreiben. Das bedeutet eine maximale Steuerentlastung von 4000 Euro im Jahr.

Fiskus

Der Fiskus interessiert sich für Steuerabzüge nur, wenn er irgendwelche Ungerechtigkeiten bemerkt, z.B. der Arbeitslohn der Haushaltshilfe nicht bar übergeben wird. Beachten Sie, dass die Zahlung muss auf das Konto überwiesen werden.

Derzeit gib es keine Pflicht gegenüber dem Arbeitgeber, um den Kontoauszug der Steuererklärung beizulegen. Man muss aber das machen, wenn eine Nachfrage gibt. Nach weiteren Änderungen aus Jahr 2009 ermäßigt sich der Höchstbetrag von 4000 Euro (510 Euro beim Minijob) nicht mehr um ein Zwölftel für jeden Kalendermonat, in dem die Voraussetzungen nicht vorliegen, wenn das Beschäftigungsverhältnis nicht während des ganzen Jahres bestand.


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